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Die Kriegerin ist müde

Von all den Kämpfen, gegen Dämonen und Geister.
Ihre Waffen sind schon stumpf, sie ist es leid ewig Wache zu halten.
Ihr Schild, ein Herz umgeben von einer dicken Mauer auf der sich eine Dornenhecke emporrankt. Die Mauer schon so brüchig, viele Steine sind schon heruntergefallen. Die Dornen sind nur noch wenige, die Ranken sind zerschnitten und längst nicht mehr alle verbunden. Da und dort sieht man ganz leicht zarte und noch ganz kleine frische Knospen.
Ihr Schwert es glänzt nicht mehr, die Spitze ist rund. Sie steht vor ihrer Festung und sieht sich um. Es ist nichts und niemand da den sie bekämpfen könnte. Niemand der ihr die Festung stürmen will. So viele Jahre hat sie nichts anderes getan als einen Kampf zu führen. Jetzt ist sie müde und kann doch nicht aufhören. Hat sie doch nie was anderes getan als kämpfen. Was wenn sie das Schwert aus der Hand legt? Was wenn sie ihr Schild weggibt? Die Festung hat sich verändert im Laufe der Zeit, die kaputte Mauer, die Hecke, die nur darauf wartet endlich erblühen zu können. Vielleicht könnte sie ja mal eine Pause machen? Vielleicht nur mal testen wie es ist, wenn die Waffen am Boden liegen. Vielleicht kann sie ja was anderes in die Hand nehmen? Sie könnte die Festung erkunden, sie könnte die Mauern reparieren und renovieren. Wer weiss was sich da drin alles findet? Die Kriegerin ist müde, die Sonne scheint in ihr Gesicht und die warmen Strahlen wärmen ihren Körper. Sie könnte ihre Rüstung mal ablegen, es ist niemand da der sie sehen könnte. Ohne diese starre Rüstung wäre es wohl viel bequemer und sie könnte sich besser bewegen und vielleicht ins Gras legen und rasten. Die Kriegerin braucht den Kampf nicht mehr und doch weiss sie nicht was danach kommt.

@manu
(schätze das wird eine Fortsetzung geben )


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