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Heute ist ein Freitag, Es scheint ein guter Tag zu sein, Doch wie man schon immer gesagt hat, Man weiß nie was passieren wird. Wir sitzen jetzt hier, Und hören jemandem zu, Wir langweilen uns hier, Sogar die Augen gehen schon selber zu. Wir hatten das Buch schon längst durch, Ein schöner Tag heute Draußen, Wir wollen hier raus, raus nach Draußen, Sonst drehen wir durch. In der Tasche piept das Handy, man holt es vorsichtig raus. „Schatz, ich hol dich ab“, steht auf dem Handy, Man läuft vor Freude sofort raus. Man gibt sich ein Küsschen, Umarmt sich sehr doll, Und wieder ein Küsschen, Ach, ist es nicht toll. Der beste Kumpel kommt raus, Man wird begrüßt, Man wird auch geküsst, Dann fährt man zusammen nach Haus. Zwei Autos, zwei Kumpels, Ist das nicht toll, Zwei beste Kumpels, Die sich mögen sehr doll. Ein schöner, sonniger Tag, Ein Freitag, den ich nicht mehr mag. Ein Tag, den man in Erinnerung hat, Ein Tag, der alles verändert hat. Die Bundesstrasse entlang, Fährt man mit Freude nach Haus, Doch die Fahrt dauert zu lang, Man will noch schneller nach Haus. Man schnallt sich im Auto an, Und gibt bisschen Gas, Man fährt auf das Gras, Und kommt nie zu Haus an. Man sieht den Baum, Der am Straßenrand steht. Hört einen lauten Knall, Und das Auto steht. Nach wenigen Minuten, Gehen die Augen auf, Nach wenigen Minuten, Hört der erhoffte Traum auf. Dann sieht man das, Was man nicht sehen sollte, Dann sieht man das, Was nicht sein sollte. Da liegt dein Schatz, Und sagt gar nichts mehr, Dein einziger Schatz, Versteht gar nichts mehr. Was soll man denn tun, Da liegt dein Schatz voller Blut, Man sieht überall sein Blut. Doch du kannst nichts tun. In diesem Moment bist du ahnungslos, In diesem Moment bist du machtlos. Man holt das Handy raus, Doch die Nummer, die man jetzt braucht, ist leider aus dem Kopf raus. Man guckt sich ängstlich um, Sucht das was man braucht, und schreit laut rum. Man steigt langsam raus, Kommt in die Wirklichkeit raus, Guckt sich wieder um, Und schreit wieder rum. In diesem Moment versteht man nichts, Man hört nichts, man sieht nichts, man steht einfach da, Man steht ganz alleine da. Dann ist der beste Freund da, Er umarmt dich, Und beruhigt auch dich, Denn dazu sind Freunde da. Doch das ist nicht alles, Dein Schatz liegt bewusstlos da, Die Ärzte sind noch nicht da, Es kann ihm keiner helfen, Der liegt ganz alleine da. Was soll man in dem Moment machen? Was darf man überhaupt machen? Die Zeit des Wartens Ist immer am schlimmsten, Die Zeit des Wartens, Dauert immer am längsten. Dann geht man langsam zu ihm, Und redet leise mit ihm, Doch mehr kann man nicht tun, Doch mehr darf man nicht tun. Nach einer langen Zeit, Ist endlich die erste Hilfe da, nach einer langen Zeit, Sind endlich die Ärzte da. Sind die Verletzungen schlimm, Wird als erstes gefragt, Doch als Antwort kommt nichts, Denn die Ärzte wissen noch nichts. Eine Stunde steht man ahnungslos da, Eine Stunde steht man alleine da, Dann wird dein Schatz rausgebracht, Und im Hubschrauber in die Klinik gebracht. Danach fährt man Heim, Kommt in die Wohnung rein, Guckt sich um, Und schreit laut rum. Mit zitternden Händen, Nimmt man das Telefon, Sucht die Nummer, die man wählen muss, Und überlegt was man am besten sagen muss. Den Eltern zu sagen, Was heute passiert ist, Den Eltern zu sagen, Dass ihr Sohn lebensbedrohlich verletzt ist, Ist immer am schlimmsten. Diesen Tag, der alles verändert hat, Will ich keinem wünschen, Diesen Tag, der das ganze Leben zerstört hat, Würde ich nicht mal dem Feind wünschen.
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