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Gestern war mir das Herz so schwer Und meine Augen füllten sich ständig mit Tränen. Mein Kopf hat sich dann auch noch wichtig gemacht Und tausend Gründe dafür gesucht.
Da beschloss ich einfach raus zu gehen, meine Beine bewegen, den Kopf ein wenig lüften ;) und die Tränen vom Wind trocknen zu lassen.
Ich habe einen Fuss vor den anderen gesetzt, ganz egal wohin sie mich gebracht haben. Mit dem Stein auf der Brust und dem Kloss im Hals Ist das gar nicht so einfach ;)
Nach einem schönen Stück gegangenen Weges, oder bin ich mehr gestapft, kam ich zu einem kleinen Park. Von Menschen leer, nur grüne Wiese, Sträucher Und Bäume und kleines Getier.
Mit trübem Blick ging ich hinein Und da in meinem Selbstmitleid ohnehin Alles egal war, setzte ich mich auf eine Bank. Nicht auf irgendeine, ich habe sie irgendwie ausgewählt, ohne zu wissen wieso.
So sass ich da und fühlte mich so schrecklich allein Und haderte mit meinem Schicksal. Da war mir als hörte ich eine Stimme, wie dumm, ich war doch ganz allein.
Doch, ja ich hörte ich sie. Wer da wohl zu mir spricht? „Kind, sieh ich bin doch da, geb dir etwas von meiner Kraft.“ Vor meiner Nase stand ein Baum, hab ihn die ganze Zeit Gedankenverloren betrachtet. Jetzt sah ich ihn bewusst und wusste wer da bei mir ist.
„Gib mir deine schweren Gedanken, ich nehme sie in meinen Stamm Und schick sie ganz weit und tief in die Erde. Deine Sorgen, dein Leid, leg sie auf meine Blätter Und der Wind wird sie einfach verwehen. Sieh mich an, wie stark ich bin, wieviel Kraft ich habe, nimm dir so viel du brauchst. Und wenn immer du Lust hast, dann komm her, ich bin da und warte auf dich, denn ich bin dein Freund, der Baum.“
Nun könnt ihr sagen ich sei wohl verrückt, egal, denn mich hat das beglückt. Mag sein dass es sich ergibt Und auch dir ein solches Wunder geschieht. Zu erkennen wie in einem Traum, ein Freund, das kann auch sein ein Baum.
@manu
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