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Mein 1. Tag in der Klinik

Hallo wollte an dieser stelle von meiner Einlieferung und meinem 1. Tag hier in der Klinik berichten,

Heute vor drei Wochen habe ich morgens vor der Schule Tabletten genommen und bin dann mehr oder weniger in der schule zusammen gebrochen habe mich aber noch in der schule übergeben weil meine Klassenlehrerin mir Salzwasser zu trinken gegeben hat, eine Vertrauenslehrerin kam dann zu mir und hat mit mir gesprochen und dann veranlasst das ich in die Psychiatrie komme, sind dann um 13 Uhr von der schule aus losgefahren leider konnte Jana nicht mitkommen weil sie noch arbeiten musste.
aber ich habe es ja auch ohne sie geschafft hatte dann hier ein Aufnahmegespräch mit der Ärztin und sie hat mich halt einiges gefragt... habe ihr auch gesagt das M. 6 tage vorher noch da war...sie hat dann auch veranlasst das eine Gerichtsmedizinische Untersuchung gemacht wird. Das fand ich soweit okay sie hat das mit dem KH so geregelt das ich die Abstriche mitnehmen kann und falls ich irgendwann dazu bereit bin ihn anzuzeigen ich das dann machen kann. die Untersuchung war nicht hier, aber ich musste nicht alleine dort hinfahren Susanne vom Pflegepersonal ist mitgekommen...
am Samstag habe ich dann meine Mama angerufen weil ich nicht mehr bis Montag warten wollte und das war auch ok so,
Montags musste ich dann noch mal zum Gyn weil die Ärztin im KH eine Untersuchung vergessen hatten.
Wenn ich zurück denke wie es mir vor 3 Wochen ging und wie es mir jetzt geht bin ich echt froh das ich noch so lange hier geblieben bin und nicht schon wieder zu hause bin, diese Gedanken habe ich zwischendurch immer wieder aber ich denke einfach das ich die Chance hier nutzen sollte damit ich wieder ein tolles leben führen kann das mit der anzeige kann ich immer noch nicht definieren also ob ich das möchte oder nicht, aber ich habe ja noch zeit.

hey schreibe hier jetzt mal weiter... also meine ersten Tage in der Klinik,  die tage auf der geschlossenen also Haus 16 sind lang Therapie gibt es dort nicht wirklich die meisten Patienten werden einfach erstmal nur ruhig gestellt und laufen auf dem Flur auf und ab, naja habe viel gelesen in der zeit dort und natürlich jede Gelegenheit genutzt rauszukommen und wenn das nur der Frühsport am morgen war, ansonsten bereue ich es nicht dort gewesen zu sein die Ärztin war total nett und mit einigen Mitpatienten konnte man sich auch unterhalten oder spiele spielen der geschützte Bereich tat mir in meiner Situation einfach gut und die angst ist sehr schnell weg gewesen die angst das M. irgendwo auftauchen könnte oder so war nicht mehr da. konnte somit zur ruhe kommen. Ich selber habe da nur die ersten paar tage Medis bekommen und jetzt gar nichts mehr also keine Beruhigungsmittel oder Antidepressiva oder so, denke das das auch gut so ist weil mich das ja nicht wirklich weiter bringt, wenn ich Pillen schlucke die mich glücklich machen oder so...

Meine Therapien in der Klinik

-Einzeltherapie (Gespräche): sind Gespräche die ich mit meinen Therapeuten führe oder viel mehr er mit mir, die teilweise ziemlich reinhauen weil er ziemlich viel nachhakt und bohrt, aber ich denke das muss er auch weil es mir ziemlich schwer fällt zu reden, heute hatte er mich wegen einer anzeige gefragt, warum ich die nicht mache, habe ihm gesagt das ich Angst davor habe, das mir keiner glaubt und ich Null Vertrauen zu unserem Rechtssystem habe und ich auf einen `Seelenstriptease` vor Gericht gerne verzichte wenn dabei nichts rumkommt. Habe ihm auch von diesem Forum hier erzählt er findet es sehr gut das ich auch selber mich mit meiner Vergangenheit auseinander setze. finde aber das mir die Gespräche die ich habe mehr bringen als die anderen Theras. weil ich mich noch mehr mit mir auseinander setze

-Bewegungstherapie: Bewegung zu Musik in der Gruppe, macht Spaß das einzige was ich daran nicht so toll finde ist der Körperkontakt zu Mitpatienten, habe beim letzten mal nicht gesagt das das nicht so Okay für mich ist aber wenn ich so drüber nachdenke anders war es mit M. ja auch nicht, ich musste das tun was er wollte und die Bewegungstherapeutin hat gesagt das wir uns einhaken müssen also hab ich das gemacht, aber ich bin ja hier um meine Grenzen zu setzen bzw auch neu zu entdecken...

-Tanztherapie: Tanz zur Instrumentaler Musik auch Techno, sehr anstrengend es gibt keine Choreografie oder so es werden auch keine Standard Tänze getanzt sondern das was einem gerade einfällt, man steht im Kreis und jeder ist mal dran was vor zumachen das die anderen aus der Gruppe dann nachmachen bzw direkt mit tanzen, hier ist das im Mittelpunkt stehen für mich sehr krass weil ich angst habe was falsch zu machen oder was die anderen denken wenn ich irgendwas komisches vormache...

-Körpertherapie: lernen seinen Körper wahr zu nehmen für ein besseres und Gesünderes Körpergefühl sehr entspannend und beruhigend zu ruhiger Musik werden bestimmte Übungen gemacht, fühle mich anschließend sehr ausgeglichen und ruhig die innere Unruhe die ich hier sehr oft mittlerweile wahrnehme ist weg. die innere Unruhe habe ich zu hause so auch nie wahrgenommen hier wo ich nur zeit für mich habe, bemerke ich auch das mein Körper in vielen Stresssituation rebelliert, (im Form von übergeben) in Situationen wenn ich getriggert werde. habe das übergeben müssen diese Übelkeit zu hause immer verdrängt, ich kann hier auch ohne meine Maske rum laufen also kein Dauer lächeln ... ich denke ihr wisst was ich meine und ich sage hier wenn ich gefragt werde wie es mir geht die Wahrheit und tue es nicht mit einem 'mir gehts gut' ab.

-Beschäftigungstherapie: hier wird mit jeglicher Art von Farben Pastellkreide Wasserfarbe... Bilder gemalt die etwas über die eigene Person aussagen, man kann auch eine Collage basteln oder sein leben in einen Speckstein verewigen alle fertiggestellten Kunstwerke werden anschließend in der Gruppe analysiert es wird darüber gesprochen was man mit seinem Kunstwerk verbindet usw ähnlich wie hier im kreativ Forum um einfach auch die Meinungen und Gedanken anderer zu erfahren.

-Soziales Kompetenz Training: das erlernen vom 'Nein' sagen Kritik äußern zu können und auch anzunehmen Lob aussprechen und annehmen können, Konfliktsituation wie am besten lösen,diese werden in Rollenspielen nachgestellt, diese Thera finde ich nicht sehr sinnvoll kann mich nicht in so ein Rollenspiel hinein versetzen

-Arbeitstherapie: ich bin in der Holz Gruppe es gibt auch noch Metall und Papier und Karton, habe ich erst ab nächsten Montag...

und einmal in der Woche haben alle Patienten die beim gleichen Therapeut sind Gruppengespräch wo dann auch über persönliche Probleme gesprochen wird um auch dort die Meinungen von den Mitpatienten für sich mit zu nehmen.
So das ist das was ich so hier an Therapien mache im Einzel heute haben wir uns schon über meine Entlassung unterhalten weil ich nicht soviel Unterricht verpassen möchte und ich ja auch im Juni schon wieder operiert werde aber nächste Woche bleibe ich noch hier.

Mein Besuch zu hause war sehr anstrengend und ich habe ziemlich unter Strom gestanden keine ruhe gehabt, und andauernd die frage wie lange willst du noch da bleiben denk an deine Ausbildung blablabla.
ich weiß nicht ob das Einbildung war oder nicht aber auf dem weg zurück hier in die Klinik habe ich im Auto geweint und irgendwie hatte ich das Gefühl das ich gar nicht zu hause war und das nicht mehr mein zu hause ist... ganz komisch aber vielleicht auch nur ein dummer Gedanke wegen dem Stress den ganzen Tag...

Liebe Grüße Claire



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