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Zwangsstörung

Die Zwangsstörung ist eine psychische Störung, bei der sich dem Betroffenen Angstgedanken, oder Handlungsabläufe aufdrängen, die er mit Ritualen abwehren muss.
Rituale sind bestimmte Handlungsabläufe, oder auch Gedankengänge, die immer wieder aufs neue und genaueste durchlaufen werden müssen.
Diese Rituale können noch so absurd sein, sie müssen gemacht werden, um ein seelisches Gleichgewicht wieder herzustellen, bzw. um die Zwangsgedanken und die damit verbundenen Ängste zu vertreiben.
Obwohl bei den Zwangsstörungen Ängste aufkommen, zählen sie nicht zu den Angststörungen, sondern zu den (zwanghaften) Persönlichkeitsstörungen.
Männer und Frauen sind davon gleichermaßen betroffen.
Die Störung entwickelt sich außerdem meistens schleichend über mehrere Jahre hinweg.

Eine häufige Zwangsstörung ist z.B. der Waschzwang.
Konkrete Ursachen gibt es anscheinend nicht, deshalb geht man von mehreren prägenden Faktoren aus.
Eine ist, dass man in frühen Jahren schon Rituale vollführt hat, die einem das Gefühl von Sicherheit vermittelt haben.
Bleibt der Erfolg aus, so wird das Ritual gesteigert, was beim Waschzwang z.B. zu Hautreizungen und Entzündungen führen kann.
In extremsten Fällen schrubben sich die Betroffenen sogar die Haut blutig.

Als biologische Ursache kann eine Veränderung im vorderen Cortex im Gehirn, wodurch Hirnstoffwechselstörungen entstehen, die solche Gedanken, bzw. Handlungen auslösen, genannt werden.

Behandelt werden solche Zwangsstörungen mit einer Verhaltenstherapie.
Auch Medikamente können helfen, den Heilungsvorgang zu beschleunigen, oder zu verbessern.
In den meisten Fällen wird eine stabile Lage erreicht, die es ermöglicht, möglichst normal zu Leben. Eine vollständige Heilung ist ebenfalls möglich, wenn auch selten, da die Krankheit häufig erst sehr spät als solche erkannt und entsprechend behandelt wird.


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