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Weiße PädagogikDer Begriff Weiße Pädagogik wurde von Alice Miller geprägt und beschreibt die verhängnisvolle Wirkung von Liebesentzug und emotionaler Erpressung (psychischer Manipulation) als Mißbrauchsform. Dazu zählen u.a. die Dressur mit (bösen) Blicken, mangelnder Respekt, Zwanghafte Kontrolle, Manipulation und Leistungsdruck. Leider ist es sehr schwer, diese Form des Missbrauchs auch als solche zu erkennen, weil sich fast alles auf unbewußter Ebene abspielt unter dem Deckmantel der liebevollen Erziehung. Eltern betonen z.B. gerne, daß sie das alles nur aus Liebe zum Kind machen, sie sich sorgen, sie es abhärten wollen, sie wollen daß das Kind es später einmal besser als sie hat, sie es sich selber so gewünscht hätten, sie es selber viel schlechter hatten u.s.w. Das führt alles zu einer großen Verwirrung. Die eigenen Bedürfnisse, die die Eltern auf das Kind projizieren sind ihnen eben meistens auch unbewußt, genauso "re-agiert" das Kind ganz unbewusst darauf. Durch diese Anpassung verliert das Kind (von Anfang an) den Zugang zu den eigenen Bedürfnissen und Gefühlen. Auch das erste frühkindliche Gefühl der Verlassenheit wird nicht bewußt erlebt, sondern von Anfang an, geleugnet und verdrängt. Es drängt sich dann höchstens in der Form psychischer Probleme an die Oberfläche. Diese psychischen Probleme werden zwar manchmal erkannt und behandelt, doch dabei wird selten nach der wahren Ursache geforscht oder im späteren Leben auch oft Auslöser als Ursache gesehen. So wird schon ganz früh die Integrität des Kindes sehr nachhaltig verletzt. Die normale Reaktion wäre Wut, Zorn und Empörung. Da die Empörung aber in der verletzenden Umgebung dem Kind verboten bleibt und die Gefühle unerträglich wären, ist es gezwungen diese Gefühle zu unterdrücken. Die Erinnerung an das frühkindliche Trauma wird auch verdrängt und die Eltern zumeist idealisiert. Mir ist das mittlerweile schmerzhaft klar geworden, welchen Schaden ich meinen Kindern dadurch zugefügt habe und daß sie heute alle unter den Folgen meiner Erziehung noch immer leiden, Doch ich habe auch erkannt, daß ich mir das nur selber vergeben kann und dazu stehe, daß es wirklich so war und ich es hätte viel besser machen können .... wenn ich damals schon so weit gewesen wäre und mir meiner eigenen als Kind erlittenen Verletzungen klar gewesen wäre. Zu Weißer Pädagigik habe ich einen sehr guten Text gefunden, wo wesentlich ausführlicher auf die Thematik eingegangen wird. http://www.thur.de/philo/lh/miller.htm Liebe Grüße jK |
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