Die Psychotherapie beschreibt allgemein die Behandlung psychischer Probleme durch eine dafür ausgebildete Person (Psychotherapeut, Psychiater...), bzw. Personal (in einer Klinik).
Man unterscheidet dabei erstmal zwischen ambulant und stationär.
Darüber hinaus gibt es auch noch verschiedene Formen der Therapie, die weiter unten erläutert werden.
Bei der ambulanten Therapie geht der Patient, für gewöhnlich einmal wöchentlich, in die Praxis des behandelnden Therapeuten.
In der ersten Zeit wird natürlich auf die akuten Probleme eingegangen und entsprechend therapiert.
Nach einer therapeutischen Stunde (ca. 45-50 Minuten) geht man wieder nach Hause und verfolgt bis zum nächsten Termin seine gewohnten Tätigkeiten.
Probleme die während dieser Zeit aufkommen, können dann beim nächsten Termin besprochen werden.
Die stationäre Therapie erfolgt in einer Klinik. Man ist dort, wie bei einem Krankenhausaufenthalt, auf einer Station untergebracht und hat Mitpatienten und natürlich auch ausgebildetes Personal den ganzen Tag über, um sich.
In den Morgenstunden, bis ungefähr Nachmittags, erfolgen dann die verschiedenen Therapiemaßnahmen.
Anschließend gibt es Freizeit, in der man sich auf dem Gelände der Klinik frei bewegen kann.
Je nach Klinik und Befund kann man sich ggf. auch vorrübergehend abmelden und z.B. die Umgebung erkunden, mit anderen Patienten Spiele spielen, sich austauschen, oder Freizeitangebote der Klinik nutzen, wie z.B. Schwimmen, Yoga etc..
Gegessen und geschlafen wird in der Klinik.
Im Laufe des Aufenthaltes steht es den Patienten auch frei, am Wochenende nach Hause zu fahren. Das wird dann als "Belastungswochenende" bezeichnet, wo man seine Freizeit frei gestalten kann.
Eine Mischung aus der ambulanten Therapie und dem stationären Aufenthalt stellt wohl die Tagesklinik dar.
Morgens begibt man sich von Zuhause aus dort hin und verbringt den Tag in der Klinik. Nachmittags hat man dann frei und kann nach Hause fahren.
Wahlweise kann man in der Klinik auch Frühstück zu sich nehmen, wie auch das Mittagessen. Schlafen kann man Zuhause ebenfalls.
Ein Aufenthalt mit einem extrem beschränkten Bewegungsradius findet auf der geschlossenen Station statt und ist oft das vorgestellte Horrorszenario für Leute, denen zur Klinik geraten wird.
In der geschlossen Abteilung einer Klinik sitzen aber nur Menschen, die für sich und andere eine akute Gefahr darstellen und eine psychische Störung haben.
Bei Menschen, von denen man nicht weiss, ob sie eine Gefahr für sich, oder andere darstellen, aber emotional ausser Kontrolle sind, kommt es vor, dass sie erstmal auf der geschlossenen Station zur Beobachtung untergebracht werden.
Kriminelle Straftäter, bei denen man von einer psychischen Störung weiss, oder ausgeht, werden in der Forensik begutachtet.
Die halbgeschlossene Station ist die etwas mildere Variante der Geschlossenen. Patienten können sich dort relativ frei, innerhalb der Station bewegen. Ausgang hingegen erfolgt nur mit Genehmigung der Leitung und in Begleitung von Personal.
Oftmals ist es Menschen (zu) peinlich zu einem Therapeuten, oder Psychiater zu gehen, um sich dort Hilfe zu holen. Die Angst von seinen Mitmenschen für "verrückt" gehalten und sozial ausgegrenzt zu werden, ist dabei eigentlich immer sehr hoch.
Die Wahl des Therapeuten steht aber jedem frei, wie auch der Gang zu einem Psychiater.
Die ersten drei (3) Besuche zahlt die Krankenkasse für gewöhnlich ohne Probleme. Danach stellt der Therapeut, Psychiater, Psychoanalytiker etc. ein erstes Gutachten und reicht es bei der Krankenkasse, mit dem Antrag auf Psychotherapie, ein.
Bekommt man die Zusage für eine Kostenübernahme, so wird einem meistens ein geeigneter Therapeut vom Psychiater/Psychoanalytiker empfohlen, oder man bleibt gleich beim Therapeuten, sofern man sich direkt an einen gewandt hat.
In der Regel werden von der Krankenkasse ca. 25-30 Therapiestunden genehmigt.
Nach Ablauf dieser Stunden erfolgt dann ein weiterer Antrag, mit erneutem Gutachten, durch den behandelnden Therapeuten. Je nach Prognose bekommt man dann eine weitere Bewilligung, sofern eine Therapie bis dahin noch notwendig ist.
Psychotherapeuten haben sich oft spezialisiert. Es schadet also nicht im Vorfeld zu fragen, welches Fachgebiet der Therapeut hat.
Möchte man eine medikamentöse Begleitung(stherapie) haben, oder bekommt diese empfohlen, wendet man sich an einen Psychiater, der im Gegensatz zum "gewöhnlichen" Psychotherapeuten, legitimiert ist, Medikamente zu verschreiben.
Die Wartezeiten bei Therapeuten, wie auch bei Psychiatern, ist allgemein sehr lang. Es ist nicht selten, dass man 6-8 Wochen auf einen Termin warten muss.
Verschiedene Therapieformen sind hier aufgelistet.
Liebe Grüße,
fr43k