Alice Miller ist am 21.01.1923 in Polen geboren
Doktor der Philosophie, Psychologie und Soziologie, sowie Kindheitsforscherin und Autorin von 13 Büchern, die in 30 Sprachen zugänglich sind, gab 1980 ihre Praxis und Lehrtätigkeit als Psychoanalytikerin auf, um zu schreiben.
Alice Miller wurde durch ihre kritischen Ansichten und Thesen zur Eltern-Kind-Beziehung bekannt.
Die Grundlegung ihrer Theorie, welche sie den Arbeiten von Donald Winnicott, Margaret Mahler und Heinz Kohut nahe stehend sieht, findet sich in ihrem ersten Werk "Das Drama des begabten Kindes" (1979, Neufassung 1996).
Alice Miller sieht die Wurzeln der weltweiten Gewalt in der Tatsache, dass Kinder geschlagen werden, und dies auch schon in den ersten Lebensjahren, wenn sich das Gehirn noch in seiner Entwicklung befindet.
Daraus entwickeln sich Schäden, die von der Gesellschaft kaum wa(h)r genommen werden, die jedoch fast immer verheerende Folgen haben.
Denn gegen die an ihnen ausgeübte Gewalt dürfen sich Kinder nicht wehren, sie müssen die natürlichen Reaktionen wie Wut, Angst und Empörung unterdrücken und entladen diese Emotionen erst als Erwachsene an ihren eigenen Kindern, Partnern, Untergebenen oder sogar an ganzen Völkern.
Alice Miller beschreibt diese Dynamik in 13 Büchern und schildert dazu nicht nur Fallgeschichten, sondern auch zahlreiche Studien über Lebensläufe der Diktatoren und berühmter Künstler.
Die Vermeidung dieser Thematik führt dazu, dass ein extrem irrationales Verhalten, Brutalität, Sadismus und andere Perversionen ungestört in der Kindheit produziert und die Produkte als naturgegeben oder gar als genetisch bedingt angesehen werden.
Erst durch das Bewusstwerden dieser Dynamik kann die Kette der Gewalt unterbrochen werden, meint Alice Miller und widmet diesem Ziel ihr ganzes Lebenswerk.
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